Dieses leichtverständliche Buch wird Ihnen helfen, in der Tierfrage Klarheit zu gewinnen.

Sie werden sich fragen: „Warum habe ich das früher nicht so gesehen?“

Essen als Engagement


by

Gary L. Francione &
Anna Charlton

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Auf dem Hintergrund langjähriger Erfahrung mit einer veganen Lebensweise erklären Ihnen Prof. Gary L. Francione und Prof. Anna Charlton, warum unsere Nutzung von Tieren für Nahrungsmittel der allgemein akzeptierten moralischen Intuition zuwiderläuft, wonach es falsch ist, Tieren unnötig Schaden zuzufügen. Sie setzen sich mit mehr als dreißig immer wiederkehrenden Fragen und Einwänden im Zusammenhang mit veganer Ernährung auseinander (siehe unten) und zeigen, warum alle unsere Ausreden zugunsten des Tieressens nicht funktionieren. Vollgepackt mit klarem tierethischem Denken und mit gesundem Menschenverstand sowie frei von Fachjargon und komplizierter Theorie wird dieses kompakte, klar geschriebene Buch die Art und Weise verändern, wie Sie über das denken, was Sie essen.

Zusammenfassung

Wir stimmen alle darüber ein, dass Tiere moralisch von Bedeutung sind und dass es falsch ist, Tiere unnötig leiden zu lassen und zu töten. Auch wenn unsere Meinungen darüber auseinandergehen mögen, ob bestimmte Formen der Tiernutzung als notwendig anzusehen sind oder nicht, so ist es weithin akzeptiert, dass Vergnügen, Unterhaltung oder Bequemlichkeit das Leiden und den Tod von Tieren nicht rechtfertigen können, da jeweils keine Notwendigkeit gegeben ist. Gerade deshalb fühlen wir uns von Aktivitäten wie beispielsweise Hundekämpfen abgestoßen, bei denen Tiere nur deshalb leiden müssen, weil manche Menschen, wie der in Verruf geratene Michael Vick, daran ihren Spaß haben.

Aber wie können wir es dann rechtfertigen, Jahr für Jahr viele Milliarden Landtiere und Fische für Nahrung zu töten? Selbst unter den „humansten“ Bedingungen verursacht unsere Nutzung von Tieren für Nahrung Leiden und Tod. Wir können unsere Teilnahme an dieser Gewalt nicht dadurch rechtfertigen, dass wir behaupten, dass sie notwendig sei. Diätassistenten/innen wissen längst, dass tierliche Kost für eine optimale Gesundheit nicht notwendig ist. Ganz im Gegenteil, empirische Belege weisen zunehmend darauf hin, dass tierliche Nahrungmittel für die Gesundheit des Menschen nachteilig sind. Auch wenn Uneinigkeit darüber herrscht, wie schädlich sie sind, gibt es einen breiten Konsens darüber, dass Tierprodukte nicht notwendig sind. Darüber hinaus ist Tierlandwirtschaft eine ökologische Katastrophe, verantwortlich für Wasserverschmutzung, Luftverschmutzung, Waldzerstörung, Bodenerosion, globale Erwärmung sowie für alle möglichen anderen Umweltschäden. Und Tierlandwirtschaft ist auch nicht notwendig, um die Weltbevölkerung zu ernähren; vielmehr trägt sie durch die völlig ineffiziente Nutzung von Ackerland, pflanzlichen Lebensmitteln und Trinkwasser erheblich zu Armut und Hunger in der Welt bei.

Unsere Geschmackserlebnisse sind die beste Rechtfertigung, die wir aufbieten können, um die Milliarden von Tieren, die wir jedes Jahr für Nahrung ausbeuten, leiden zu lassen und zu töten. Wir genießen den Geschmack von tierlichen Produkten wie Fleisch, Fisch, Milchprodukten und Eiern. Aber wie unterscheidet sich das, moralisch gesehen, von der Haltung eines Michael Vick, der sagt, dass es ihm Spaß machte, Hunde kämpfen zu lassen und dabei zuzuschauen? Manche Menschen lieben es, um eine Grube herum zu sitzen und Tieren beim Kampf zu erleben; wir übrigen genießen es, uns rund um den sommerlichen Grillplatz zu setzen und Leichenteile von Tieren zu rösten, die leiden und sterben mussten, um auf unserem Teller zu landen. Worin besteht der Unterschied zwischen dem Hundekampfveranstalter Michael Vick und dem Rest von uns, die wir tierliche Nahrung essen?

Dieses Buch zeigt, dass es neben dem psychologischen überhaupt keinen Unterschied gibt, der moralisch von Belang wäre. Wenn wir tierliche Nahrungsmittel konsumieren, lassen wir Tiere ohne Not leiden und sterben. Und keines der Argumente, von denen wir glauben, dass sie ein solches Verhalten rechtfertigten oder entschuldigten, hält einer näheren Betrachtung stand.

Autor und Autorin argumentieren überzeugend, dass unsere eigenen Überzeugungen,  unser konventionelles Bewusstsein, in Bezug auf Tiere uns verpflichten, uns vegan zu ernähren. Es ist nicht von Belang, was Sie über tierrechtstheoretische Fragen denken, oder ob Sie, wie die meisten von uns, glauben, dass Menschen irgendwie mehr zählen würden als Tiere. Wenn Sie glauben, dass Tiere moralisch überhaupt von Bedeutung sind – wenn Sie also die Vorstellung ablehnen, dass Tiere bloße Dinge sind –, dann werden Sie von Ihren eigenen Überzeugungen in die Pflicht genommen, sich vegan zu ernähren.

Wie Sie sehen werden, ist am Veganismus gar nichts „extrem“. Was extrem ist, das ist die Inkonsistenz zwischen dem, was wir zu glauben vorgeben auf der einen Seite und unseren faktischen Handlungen im Hinblick auf Tiere auf der anderen.

Ist dieses Buch etwas für Sie?

  • Haben Sie jemals ein Tier geliebt, oder hatten Sie jemals ein Haustier, das als Familienmitglied angesehen wurde?
  • Glauben Sie, dass Tiere moralisch Bedeutung haben?
  • Wissen Sie, woher Ihre Tierprodukte kommen?
  • Sind Sie über die Behandlung von Tieren in Tierfabriken besorgt?
  • Kaufen Siekäfigfreie Eier,Bio-Milch oder Fleisch ausFreilandhaltung?
  • Haben Sie schon einmal überlegt, vegetarisch zu leben?
  • Sind Sie bereits Vegetarier/in aus moralischen Gründen?
  • Haben Sie schon einmal überlegt, vegan zu leben?
  • Haben Sie Freunde oder Familienmitglieder, die vegan sind, und möchten Sie sie besser verstehen?
  • Sie leben bereits vegan und möchten lernen, effektiver auf Fragen einzugehen?

Wenn Sie irgendeine der obengenannten Fragen mit „Ja“ beantwortet haben, dann wurde dieses Buch für Sie geschrieben. Zögern Sie nicht – lesen Sie es jetzt!


Inhaltsverzeichnis

Danksagung

Einführung

Zwei Anmerkungen bevor wir beginnen

I. Wir alle sind Michael Vick: Unsere moralische Schizophrenie

  • Sagt Ihnen der Name Michael Vick etwas?
  • Das Problem: Wir alle sind Michael Vick
  • Jemanden für die Drecksarbeit bezahlen
  • In moralischer Hinsicht besteht kein Unterschied zwischen Fleisch und anderen tierlichen Erzeugnissen
  • Erinnern Sie sich an Mary Bale?
  • Jenseits von Hunden und Katzen

II. „Aber…“ — Unsere Ausreden, und warum sie nicht funktionieren

  • Aber… Wo bekommen Sie denn Ihr Eiweiß her?
  • Aber… Bekomme ich genug Eisen, wenn ich kein Fleisch esse?
  • Aber… Werde ich genug Kalzium bekommen, wenn ich Milch und Milchprodukte nicht zu mir nehme?
  • Aber… Nehmen meine Kinder ausreichend Jod zu sich?
  • Aber… Ich hörte von jemandem, der auf tierliche Nahrung verzichtete und krank wurde.
  • Aber… Will nicht Gott, dass wir Tiere essen?
  • Aber… Ist es nicht „natürlich“, Tierprodukte zu essen?
  • Aber… Was wäre, wenn alle nur Pflanzenkost essen würden? Es gäbe nicht genug Land, um all die Nahrungsmittel anzubauen!
  • Aber… Ich befinde mich auf einer einsamen Insel und bin dem Verhungern nahe. Was nun?
  • Aber… Was geschieht denn mit all den Tieren, wenn wir sie nicht essen?
  • Aber… Wir haben „Nutztiere“ produziert, um sie zu essen; deswegen sind sie ja da.
  • Aber… Tiere, die für Nahrung genutzt werden, leiden nicht so viel wie Kampfhunde.
  • Aber… Spüren Tiere Schmerzen auf die gleiche Weise wie Menschen?
  • Aber… Können Fische wirklich Schmerzen empfinden?
  • Aber… Gibt es nicht Gesetze, die eine „humane“ Behandlung von Tieren fordern?
  • Aber… Was wäre, wenn wir die Behandlung der Tiere, die wir für Nahrung verwenden, verbessern würden?
  • Aber… Was, wenn wir unsere „Nahrungstiere“ wie unsere Haustiere behandeln würden?
  • Aber… Müssen wir nicht zuerst die Menschenrechtsprobleme angehen?
  • Aber… Was ist mit Hitler? Er war Vegetarier.
  • Aber… Was ist mit Pflanzen?
  • Aber… Tierprodukte zu essen ist Tradition.
  • Aber… Wir sind an der Spitze der Nahrungskette.
  • Aber… Ich kenne Leute, die sich vegan ernähren und die Moralapostel bzw. Heuchler sind.
  • Aber… Ist es nicht eine Frage meiner persönlichen Entscheidung, meiner Wahl, was ich esse?
  • Aber… Ich bin ziemlich beschäftigt. Es ist praktisch, irgendwo schnell einen Burger zu besorgen.
  • Aber… Tiere fressen ja andere Tiere!
  • Aber… Ich könnte niemals auf X verzichten. (X = das jeweilige Lieblingsessen.)
  • Aber… Meine Familie und Freunde werden sauer, wenn ich Tierprodukte aufgebe.
  • Aber… Mein Partner wird nicht mitmachen, obwohl ich den Schritt gerne tun möchte.
  • Aber… Ist es nicht schwierig und teuer, sich vegan zu ernähren?
  • Aber… Ich bin zu alt, um mich zu ändern.
  • Aber… Ich bin zu jung, um mich zu ändern.
  • Aber… Was, wenn ich nicht sofort auf tierliche Nahrung verzichten kann?
  • Aber… Ist es nicht ein guter Anfang, „humaner“ produzierte tierliche Nahrungsmittel zu essen?
  • Aber… Ist es nicht ein guter Anfang, zuerst Vegetarier/in zu werden?
  • Aber… Wenn ich einsehe, dass ich Fleisch und Tierprodukte nicht mehr essen kann, bin ich dann verpflichtet, jede Tiernutzung, egal für welchen Zweck, ebenfalls abzulehnen?

III. Fazit

Weiterführende Literatur

Über die Autoren

Anmerkungen